Oktober

Vorheriger Teil: August / September 2016

 

Ein letztes Mittagessen im Garten und eine Töltquadrille im Viereck leiten nun wirklich den Herbst ein.

Huginn

Unser Huginn hat das große Los gezogen. Er geht zu Verena nach Spiekeroog auf eine der ostfriesischen Inseln und zwar die mit den meisten Islandpferden. Bevor die Reise los geht, machen wir noch ein paar Fotos in Elisenruh. Jürgen trennt sich mit einem weinenden Auge, ist er ihm doch in den letzten Wochen auf vielen gemeinsamen Ritten sehr ans Herz gewachsen. Aber es gibt auch das lachende Auge, denn wir freuen uns immer, wenn eins unserer Pferde einen guten Platz findet. Und dieser ist ja nun wirklich kaum zu toppen, Ferien das ganze Jahr am Meer dazu mit Verena eine fröhliche und engagierte Reiterin.

Die Reise

Früh am Morgen brechen wir noch bei Dunkelheit auf, um die Fähre rechtzeitig zu erreichen. Huginn fährt wie ein Olympiapferd mit persönlicher Tierärztin und eigenem Trainer. Es geht nach Neuharlingersiel. Dort heißt es, aussteigen und durch den Hafen bis an die Kaimauer marschieren. Ein Spezialhänger steht bereit, in den Huginn verladen wird und der dann mit einem Kran durch die Lüfte aufs Schiff bugsiert wird, schon eine etwas wackelige Angelegenheit. Wir sind froh, dass Birte mitgekommen ist, um ihm eine beruhigende Medikation zu verabreichen. Entgegen mancher Schauergeschichten, die wir vorher gehört haben, geschieht das ganze Verladen und an Bord hieven aber mit sehr viel Ruhe und Geschick und auch die Überfahrt ist ruhig.

In Spiekeroog geht auch das Ausladen in Ruhe vonstatten. Verena wartet schon, Jürgen macht erstmal mit Huginn einen Spaziergang an der Hafenkante.

Ein Pferd sieht man auch auf Spiekeroog nicht alle Tage im Hafen. Es gibt Äpfel von Mitreisenden. Noch ein Spaziergang durchs Dorf

und dann kann er sich auf seiner neuen Weide austoben.

Später am Tag erster Ausritt durch die Dünen und am Meer.

Soviel Wasser muss man auch erstmal verkraften. Leider ist das Wetter wenig fototauglich. Es kann schon trüb sein an der Nordsee.

 

Pferdetausch: Huginn hat sich schnell ans viele Wasser gewöhnt. Nun muss Verena auch probieren, ob es am Strand ebenso gut mit ihm klappt wie bisher im Wald.

 

Das klappt bestens. Nur wirklich schade, dass die Sonne nicht herauskam und die Fotos so duster sind. Beim Rückweg in den Dünen wird das Licht schon besser.

und mittags in der Givtbude können wir draußen sitzen und den besten Salat nicht nur der Insel in der Sonne genießen.

Herbst in Elisenruh

Am nächsten Tag geht es schon wieder zurück in den Wald.

Sehr herbstlich ist es inzwischen. Es gibt Massen von Fliegenpilzen, buntes Laub und noch viele Herbstblüten.  

Vom Herbstlehrgang gibt es leider kaum Fotos.

Da hat die Fotografin wohl zuviel unterrichtet und keine Zeit zum Fotografieren gehabt.

Ausritt im Herbstwald

und Spaziergang mit Adele und Clara.

Trainer Fortbildung

für die Zusatzqualifikation Longieren. 

Gruppenbild mit Hund 

Ausrüstung als Anschauungsmaterial

und die Theorie zu den Longierabzeichen

Demonstration zum Unterrichten

Schwägerin Astrid mit ihrer Emma übernehmen wieder den Schülerpart, Jürgen dirigiert.

so gehen die zwei Tage abwechslungsreich und voller Informationen wie im Flug vorbei.

Eine Woche später die gleiche Fortbildung auf dem Grenzlandhof

Wie gut, dass wir bei dem schlechten Wetter die Halle zur Verfügung haben. Später scheint die Sonne im Saarland und wir können den traumhaften Blick über das Mandelbachtal genießen.

Ein letztes Oktoberbild aus dem Gemüsegarten.

November

Immer noch buntes Laub bei uns im Wald, Sonnenschein und blauer Himmel. Die Pferde sind täglich auf der Weide. Hoffentlich hält das Wetter, damit wir das Draussen sein noch lange genießen und viele Außenarbeiten vor dem Winter erledigen können.

Bruder Kai kommt aus Bayern in die alte Heimat und hilft uns tatkräftig.

Kai hat eine Leidenschaft für technische Geräte. Laub wegpusten macht ja auch deutlich mehr Spaß als Laub zu harken. Die  wunderbare Walze fordert den Bediener dann schon heraus. Irgendwann in den letzten Jahren hat mein Bruder uns verraten, dass er ursprünglich mal Bauer werden wollte. Das hat dann erstmal nicht geklappt und er wurde Dr. der Chemie, in Teilen hat das ja auch mit Landwirtschaft zu tun. Und jetzt nach seiner beruflichen Laufbahn kann er das Bauersein bei uns ausleben - ganz ohne Chemie.

Eleganter ist da der neue Holzspalter.

Adele ist Kais beste Freundin und den lieben langen Tag immer dabei, selten so ruhig und aufmerksam sitzend, meistens zerstörerisch buddelnd.

Apfelernte

Die Apfelernte 2016 war hervorragend. Selbst die Äpfel des Altländer Pfannkuchenapfelbaums, sonst eher eine saure Angelegenheit sind in diesem Jahr wohlschmeckend. Wir haben den Baum vor 17 Jahren wegen seines schönen Namens gekauft, ohne uns zu informieren, dass es sich um einen ertragreichen Wirtschaftsapfel handelt, der so mäßig gut schmeckt. Seit neun Jahren trägt er Früchte. in jedem Jahr mehr und mehr. Zunächst hat sich das Damwildrudel an den Früchten gütlich getan und dann die Amseln. Bis in den Januar sind genügend Äpfel am Baum, die dort gepickt werden können. Nun, in diesem Jahr haben wir einen Teil selbst geerntet und zu Apfelsaft pressen lassen. Insgesamt hatten (und haben auch noch viel) wir über 250 Liter angenehm frischen Apfelsaft, gut, um ihn pur zu trinken, aber auch zum Mischen. Wer in diesem Jahr nach Elisenruh kommt, kann probieren.

 

Spätherbstliche Impressionen

Noch ein paar Bilder vom goldenen November.

Erster Schnee

Wie immer überraschend: Der erste Schnee, in diesem Jahr am schneit es in der Nacht auf den 8. November. 

Trainer Fortbildung

Die letzte Fortbildung in diesem Jahr: Unterrichtserteilung und Dressur

Auf Sonne und Schnee folgen trübe Novembertage. Ein Ritt durch den nebligen Novemberwald hat seinen ganz eigenen Reiz.

Feuertölt

Der Töltkurs um die Feuerkörbe am ersten Adventswochenende hat Tradition in Elisenruh.

Ende November hängen immer noch viele Äpfel im Baum

Dezember

Frostige Tage im Dezember

Joker ist inzwischen eingefahren und geht sehr gut vor der Kutsche. Hier dreht Alex mit ihm ein paar Runden auf der Ovalbahn

Spiekeroog 2

Wir fahren schon wieder nach Spiekeroog. Es gefällt uns dort und Huginn braucht noch eine kleine Nachjustierung. Birte fährt auch wieder mit, diesmal um den Islandpferden auf der Insel in die Mäuler zu schauen und notwendige Zahnbehandlungen durchzuführen.

Los geht's. Zuerst auf den Islandpferdehof von Frauke Strothmann. Dort stehen die Pferde auf großen Flächen direkt hinter den Dünen. Wir haben Glück, eine wunderbare Wintersonne vergoldet den Nachmittag.

Zuerst müssen alle Pferde angeschaut werden. Dann kann man entscheiden, welches Pferd auf die Behandlungsliste kommt.

Bei den winterlichen Temperaturen mit bloßem Arm und halb angezogener Jacke zu arbeiten, ist auch nur etwas für robustere Naturen.

Frauke fängt die Pferde ...

Johanna leistet gerade ein freiwilliges ökologisches Jahr auf der Vogelwarte der Insel. Sie reitet auch und hat angeboten, Birte zu helfen. Schnell stellt sich heraus, dass sie über hervorragende Assistenzfähigkeiten verfügt.

Für mich bleibt Zeit, Fotos von Fraukes Pferden zu machen.

Allmählich versinkt die Sonne hinter den Dünen. Birte hat eine Kopflampe,

 aber zum Fotografieren reicht es dann nicht mehr.

Huginn

Während wir auf dem Islandhof waren, haben Verena und Jürgen den Deichverteidigungsweg zur idealen Töltübungsstrecke erklärt. Unterricht gibt's vom Fahrrad aus.

Huginn vermutet Belobigungsmaterial im großen Transportkorb.

Das klappt ja alles wieder gut. Sollten Probleme auftauchen, kommen wir wieder. Es muss ja auch nochmal bei Sonnenschein am Strand fotografiert werden.

Bis zum nächsten Mal.

Eiderstedt

Wir kommen nicht los von der Nordsee. Kaum wieder zuhause geht es nach Eiderstedt. So spät wie in diesem Jahr war der Weideabtrieb noch nie. Wenn man die Weiden so anschaut und das Format der Pferde, hätten sie ruhig noch ein bißchen bleiben können. Nur gut, dass wir mit zwei Hängern gekommen sind. Ein herzliches Dankeschön an Susi Segmüller und Tine Matt, die uns beim Marschauf- und -abtrieb immer zur Seite stehen und natürlich an Jungehans von Ahnen, der unsere Pferde im Sommer bei sich aufnimmt.

 

Zuhause ist dann auch ganz schön. Und das Gras noch grüner.

Jetzt sind alle wichtigen Arbeiten erstmal getan. Gut, der Elisenruh Kalender ist noch nicht fertig und der Jahresrückblick noch nicht angefangen. Tulpenzwiebeln wollen noch in die Erde gepflanzt, Weihnachtskekse gebacken und weihnachtliche Briefe geschrieben werden. Dazu kommen die alltäglichen Arbeiten bei und mit den Tieren. Und es gibt unerschrocken robuste Reitschüler, die auch bei winterlichen Verhältnissen noch gern zumUnterricht kommen. Aber insgesamt ist es ruhiger und von städtischer Weihnachtshektik bleiben wir hier im Wald verschont.

Zeit für Dekorationen und Weihnachtsessen mit Familie und Freunden.

Weihnachten

Drinnen der Weihnachtsbaum für Menschen und Hunde, draußen der Apfelbaum immer noch voller Äpfel für die Vögel.

So geht das alte Jahr zu Ende und fängt das neue an.